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Migration
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Als Migration wird eine auf Dauer angelegte rĂ€umliche VerĂ€nderung des Lebensmittelpunktes einer oder mehrerer Personen verstanden. Migration ĂŒber Landesgrenzen hinweg wird als internationale Migration bezeichnet. Migration innerhalb einer Region oder eines Staates wird Binnenmigration genannt. Als Gegenstand von Forschung und praktischer Begleitung ist Migration in einer Reihe wissenschaftlicher Fachrichtungen vertreten, darunter den Gesellschaftswissenschaften, den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Sichtweisen und begrifflichen Unterscheidungen, sodass der Fachliteratur eine einheitliche Definition nicht zu entnehmen ist.

Contents

‱ Ursachen
‱ Formen
‱ Zahlen
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Begriffsbestimmung

Eine einheitliche Begriffsbestimmung besteht nicht. Meist wird unter Migration eine rĂ€umliche Verlegung des Lebensmittelpunktes einzelner Personen verstanden.cite-ref-1[1] Diese geschieht fĂŒr eine gewisse Dauer und grenzt Migration von einer Reise ab. Über die notwendige Aufenthaltsdauer besteht keine Einigkeit. Ist sie auf Dauer oder auf einen sehr langen Zeitraum angelegt, spricht man hĂ€ufig auch von Auswanderung. Meist wird eine bei Migrationsbeginn bereits bestehende RĂŒckkehrabsicht, wie bei der Gesellenwanderung, der saisonalen Migration oder einer beruflichen Entsendung fĂŒr einen von vornherein begrenzten Zeitraum nicht als Migration bezeichnet.cite-ref-2[2] Herkömmlich wird nach den BeweggrĂŒnden unterschieden. Migration kann demnach freiwillig sein, wĂ€hrend die Flucht erzwungen ist.cite-ref-3[3] Die Unterscheidung ist jedoch schwierig, da unter Zwang nicht nur unmittelbarer körperlicher Zwang wie bei einer Vertreibung verstanden wird, sondern auch politische Verfolgung oder Krieg. Das soll Flucht von Migration aus wirtschaftlichen oder persönlichen GrĂŒnden abgrenzen. Andere sehen Migration als Oberbegriff fĂŒr jede Art von Wanderungsbewegung, die erzwungene Flucht eingeschlossen.cite-ref-4[4] Wird die Migration von Staaten veranlasst, spricht man auch von Umsiedlern.

Aus der Sicht des Ortes, wohin der Migrant seinen Lebensmittelpunkt verlegt, stellt die Migration eine Einwanderung (Immigration) dar. Begrifflich sind die Integration,cite-ref-5[5] Assimilation oder Diaspora der Migration nachgelagerte Erscheinungen. Sie werden aber hÀufig als Teil der Migrationsforschung gesehen.cite-ref-6[6]

All diesen AnsĂ€tzen liegt eine Aufteilung der rĂ€umlichen Bewegung in Anfang und Ende, Herkunft- und Zielland zugrunde. Da sich MigrationsverlĂ€ufe jedoch hĂ€ufig auch ĂŒber zahlreiche Stationen erstrecken können, die sich mitunter ĂŒber mehrere Jahre hinziehen, wird zunehmend auch von Migrationsrouten oder Migrationstrajektorien gesprochen.cite-ref-7[7]

Keine Migration in diesem Sinne ist mangels Verlegung des Lebensmittelpunktes die Innere Emigration.

Ursachen

Migration ist ein die Menschheitsgeschichte durchziehendes, erdumspannendes Geschehen. Im Grunde ist die Frage nach den Ursachen eine Technik, um 'normale' und 'legitime' Bewegungen ĂŒber nationalstaatliche Grenzen hinweg (Tourismus, Studien- oder Arbeitsaufenthalt) von jenen Bewegungen zu unterscheiden, die problematisiert werden sollen. Die Bewegung von Menschen, innerhalb staatlicher Grenzen und jenseits davon, und eine mehr oder minder diffuse Aufrechterhaltung eines RĂŒckkehrgedankens (sei es fĂŒr Besuche oder zu einem spĂ€teren, besseren Zeitpunkt) ist jedoch immanenter Bestandteil menschlichen (Zusammen)lebens. Verbreitete und historisch wiederkehrende Motive fĂŒr den dauerhaften Ortswechsel sind die Aussicht auf bessere Siedlungs- und Erwerbsmöglichkeiten, auf Zufluchtsorte bei Naturkatastrophen oder das Ausweichen vor Verschlechterungen des Klimas, sind die Suche nach Sicherheit fĂŒr Leib und Leben nach Flucht oder Vertreibung als Folge von Kriegen sowie der Schutz vor Diskriminierung und persönlicher Verfolgung aus rassischen, religiösen bzw. weltanschaulichen GrĂŒnden oder auch aufgrund erlebter anderer EinschrĂ€nkungen der persönlichen Freiheit im Herkunftsmilieu. Weitere BeweggrĂŒnde ergeben sich beispielsweise aus Altersmigration, Bildungsmigration, Heiratsmigration und Remigration. Der Migrationsforscher Jochen Oltmer unterscheidet u. a. Arbeitswanderung, Bildungs- und Ausbildungswanderung, DienstmĂ€dchenwanderung, Entsendung, Gesellenwanderung, Gewaltmigration, Heirats- und Liebeswanderung, Lebensstil-Migration, Nomadismus, Siedlungswanderung und Sklavenhandel.cite-ref-8[8]

Formen

Unterschieden wird z. B. zwischen der Migration zwischen zwei Staaten und der Binnenmigration innerhalb eines Staates. Der Begriff der Binnenmigration ist – fĂŒr sich genommen – grundsĂ€tzlich unscharf, da nicht klar ist, was unter „binnen“ zu verstehen ist. Daher bedarf er bei seiner Verwendung immer einer nĂ€heren Definition: ist die Migration innerhalb eines Landes (z. B. Bayern, Texas), eines Staates (z. B. Deutschland, USA), einer Region (z. B. Metropolregion NĂŒrnberg, Dairy Belt), eines Staatenbundes (z. B. Afrikanische Union) oder eines Staatenverbundes (z. B. EU) gemeint?

Weiterhin wird zwischen der PrimĂ€rmigration, der erstmaligen Auswanderung, und der SekundĂ€rmigration, also einer folgenden Auswanderung, unterschieden. In der internationalen FlĂŒchtlingsforschung sowie dem internationalen FlĂŒchtlingsrecht wird mitunter der Terminus Migration vom Terminus Flucht abgegrenzt. Nach dieser Definition ist ein FlĂŒchtling, wer gezwungen ist, seinen Wohnort zu verlassen, Migrant ist, wer dies freiwillig tut.cite-ref-bpb-9-0[9]

Entwicklungstendenz

Bedingt durch die Weltkriege des 20. Jahrhunderts, regionale InstabilitÀt, Globalisierung, Digitale Revolution und ErderwÀrmung nimmt das Migrationsgeschehen an KomplexitÀt zu. Es stellt Gesellschaften und politische Akteure weltweit in Fragen der Zuzugssteuerung und der Integration von Einwanderern vor neue Herausforderungen.

Markante historische Wanderungsbewegungen

Vor etwa 40.000 Jahren erschloss sich der Homo sapiens die gemĂ€ĂŸigten Zonen Eurasiens; vor 12.000 Jahren war er in allen GroßrĂ€umen der Kontinente prĂ€sent.cite-ref-10[10] Die Entstehung der Sahara löste zwischen 3000 und 1000 v. Chr. eine Wanderung von Bantu aus West- bis ins sĂŒdliche Afrika aus. Im Zeitraum zwischen 200 und 1500 breiteten sich die Chinesen von ihren Ursprungsgebieten in alle Richtungen aus, besonders nach SĂŒdasien. Um 500 migrierten arabische StĂ€mme in großer Zahl ĂŒber weite Strecken und erreichten u. a. Ostafrika.cite-ref-11[11] Die oft aus Diskriminierung, UnterdrĂŒckung und Verfolgung hervorgegangene jĂŒdische Migration zeigte sich unter anderem beim Auszug aus Ägypten 1250 v. Chr., im Diaspora-Judentum, hervorgerufen durch Fremdherrschaft und den Ausgang des JĂŒdischen Krieges, sowie in der durch die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust vorangetriebenen Remigration nach PalĂ€stina.

Zu den frĂŒhen Wanderungsbewegungen im europĂ€ischen Raum gehören die griechische Kolonisation am Mittelmeer im 1. Jahrtausend v. Chr. und die Völkerwanderung am Übergang zwischen SpĂ€tantike und FrĂŒhmittelalter. Mit dem 16. Jahrhundert begann die europĂ€ische Expansion, in deren Folge sich Kolonialismus und neuzeitlicher Sklavenhandel entwickelten und die indigene Bevölkerung Amerikas zusammenbrach. Eine massenhafte Auswanderung aus Europa insbesondere nach Amerika und vor allem in die Vereinigten Staaten setzte im 19. Jahrhundert bei fortgesetzt stark anwachsender europĂ€ischer Bevölkerung und Binnenwanderung ein.cite-ref-12[12]

Der Migrationshistoriker Dirk Hoerder kritisiert die euro- bzw. US-zentrierte Beschreibungen von Migrationsprozessen. Er unterscheidet fĂŒr das 19. und frĂŒhe 20. Jahrhundert fĂŒnf große Migrationssysteme:

‱ das „weiße“ atlantische System, das Europa mit seinen Kolonien in Nord- und SĂŒdamerika verband
‱ das schwarzatlantische System, das den atlantischen Sklavenhandel umfasst,
‱ das Migrationssystem asiatischer Menschen, die teils freiwillig, teils als Schuldknechte ĂŒber den Pazifik nach Amerika gebracht wurden,
‱ das russisch-sibirische System, das die Besiedlung Sibiriens (z. B. durch russische Wanderarbeiter oder westeuropĂ€ische Einwanderer) umfasst,
‱ das nordchinesisch-mandschurische System, die Einwanderung von Han-Chinesen und Koreanern in die Mandschurei insbesondere in den 1920er und 1930er Jahren, die auf etwa 30 Millionen Menschen geschĂ€tzt wird.cite-ref-13[13]

Aus den weltweiten kriegerischen oder kriegsĂ€hnlichen Konflikten des 20. Jahrhunderts gingen nach Annette Treibel-Illian verstĂ€rkt Zwangsmigrationen in Form von Deportationen und Vertreibungen hervor, zum Beispiel als Folge der Russischen Revolution, der Kleinasiatischen Katastrophe, dem Stalinismus der Sowjetunion, der Deportationen von Juden und Zwangsarbeitern sowie der Vertreibung von Polen und ethnischen Minderheiten durch das Dritte Reich oder bei der Westverschiebung Polens nach dem Zweiten Weltkrieg oder der Teilung Indiens. Zu Ende des 20. Jahrhunderts – nach dem Ende des Ost-West-Konflikts scheint das weltweite Wanderungsgeschehen an KomplexitĂ€t zuzunehmen. Die klassischen Migrationsformen Einwanderung, Gastarbeit und Flucht treten weniger in Reinform als in Varianten auf.cite-ref-14[14]

Unterscheidung spezifischer Migrationsweisen und -beteiligungen

Migrierende Menschen sind mobiler als andere, stellt Annette Treibel fest, und will das nicht allein rĂ€umlich, sondern auch psychisch und sozial verstanden wissen: „Sie lenken ihre Unzufriedenheit mit den Lebensbedingungen in den Wanderungsentschluss um.“cite-ref-15[15] Bewegen sich Wanderungen innerhalb eines Landes, so handelt es sich um eine Binnenwanderung. Werden Staatsgrenzen ĂŒberschritten, so geht es sich aus Sicht des Herkunftslandes um Auswanderung (Emigration) und aus Sicht des Aufnahmelandes um Einwanderung (Immigration). Transitstaaten dienen dem temporĂ€ren Aufenthalt beim Übergang vom Herkunfts- ins Zielland.

Unfreiwillige Migranten sind FlĂŒchtlinge, Zwangsverschleppte oder von Naturkatastrophen vertriebene Menschen. Allerdings ist die Unterscheidung zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Migration relativ, weil fast immer gewisse ZwĂ€nge (z. B. Ressourcenknappheit, unsichere Lage) mitentscheidend fĂŒr eine Migrationsentscheidung sind. FlĂŒchtlinge sind Menschen, die vor Kriegen, vor politischer oder religiöser Verfolgung oder auch vor Naturkatastrophe und UmweltschĂ€den (Umweltmigration) geflohen sind. Der letztere Migrationsanstoß dĂŒrfte vor allem im Zuge der globalen ErwĂ€rmung weiter an Bedeutung gewinnen, auch wenn die gegenwartsbezogenen SchĂ€tzungen stark schwanken. Allein der Meeresspiegelanstieg droht in den tiefer gelegenen Regionen Asiens die Reisproduktion und somit die Reisversorgung fĂŒr rund 200 Millionen Menschen unmittelbar zu gefĂ€hrden.cite-ref-16[16] Es besteht auch ein wesentlicher Zusammenhang zwischen Kulturgutzerstörung und Flucht beziehungsweise Migration, wie der PrĂ€sident von Blue Shield International, Karl von Habsburg, bei einem Kulturgutschutz-Einsatz im April 2019 im Libanon mit der United Nations Interim Force in Lebanon erlĂ€uterte: „KulturgĂŒter sind ein Teil der IdentitĂ€t der Menschen, die an einem bestimmten Ort leben. Zerstört man ihre Kultur, so zerstört man damit auch ihre IdentitĂ€t. Viele Menschen werden entwurzelt, haben oft keine Perspektiven mehr und flĂŒchten in der Folge aus ihrer Heimat.“cite-ref-17[17]cite-ref-18[18]cite-ref-19[19] Dabei folgt auch Fluchtmigration oft den persönlichen VerhĂ€ltnissen: WĂ€hrend die Ärmeren sich nur die Flucht in Nachbarregionen leisten können, haben besser Gestellte eher die Chance, entferntere Regionen zu erreichen.cite-ref-20[20] Ob solche „unfreiwillige Migranten“ ĂŒberhaupt als Migranten zu betrachten sind, ist umstritten.cite-ref-21[21]cite-ref-bpb-9-1[9]

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KriegsflĂŒchtling

Sowohl Zivil- als auch MilitĂ€rpersonen fliehen unter UmstĂ€nden in großer Zahl vor kriegerischen Auseinandersetzungen.

Laut der Genfer FlĂŒchtlingskonvention vom 28. Juli 1951 ist Fluchtmigration die rĂ€umliche Bewegung einer Person, die „aus der begrĂŒndeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Religion, NationalitĂ€t, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser BefĂŒrchtungen nicht in Anspruch nehmen will.“

Wirtschaftliche GrĂŒnde werden fĂŒr die Definition einer Person als FlĂŒchtling in der Genfer FlĂŒchtlingskonvention nicht anerkannt. Migration erfolgt jedoch in der Regel mit der Hoffnung auf eine Verbesserung der Lebenssituation. In solchen FĂ€llen stellt sich das Problem der Unterscheidung zwischen Freiwilligkeit und „ökonomischem Zwang“. Individuen sind in unterschiedlichem Maße fĂ€hig und willens, Frustrationen zu ertragen (Frustrationstoleranz). Und auch wenn sie nicht im Status quo zu verharren bereit sind, haben sie unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten: Sie können ihre Umgebung verĂ€ndern oder ihr zu entkommen versuchen.cite-ref-22[22]

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Fahnenflucht

Die Strafverfolgung wegen Fahnenflucht und Kriegsdienstverweigerung lĂ€sst viele FlĂŒchtlinge Schutz vor der Verfolgung im Ausland suchen. Diese Flucht gelingt oft nur wenigen Deserteuren.cite-ref-23[23] In vielen Staaten wird Desertion nicht unmittelbar als Schutzgrund anerkannt. So besteht in der Bundesrepublik kein Recht auf Asyl fĂŒr Deserteure: „In der bundesrepublikanischen Rechtsprechung zur GewĂ€hrung von Asyl wird darauf insistiert, dass jeder Staat das Recht habe, seine BĂŒrger zum Kriegsdienst heranzuziehen.“cite-ref-s150-24-0[24] Auch die Gefahr, im Herkunftsgebiet wieder im Krieg eingesetzt zu werden, schĂŒtzt die Deserteure nicht vor einer Abschiebung.cite-ref-25[25] Eine Möglichkeit der Anerkennung in der Rechtsprechung besteht, „wenn nachgewiesen werden kann, dass die Rekrutierung auf der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Ethnie basiert, sie also eine Diskriminierung darstellt“.cite-ref-s150-24-1[24]

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Arbeitsmigration

Arbeitsmigranten sind Menschen, welche aus ihrer Heimat zum Zweck der BeschÀftigung in ein fremdes Land auswandern. Die Wanderungsbewegung erfolgt in der Regel von industriell gering entwickelten LÀndern in Industrienationen. Mit bilateralen Anwerbeabkommen, versuchen diese ihren ArbeitskrÀftemangel zu beheben. Um hochqualifizierte ArbeitskrÀfte gibt es einen globalen Wettbewerb.cite-ref-26[26]

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Bildungsmigration

Eine wachsende Rolle spielt die Bildungsmigration, obwohl sie keine ganz neue Erscheinung ist. Immer mehr LĂ€nder bemĂŒhen sich heute, attraktive Bedingungen der Ausbildung, des Studiums und der Forschung zu schaffen, um wanderungswillige und qualifizierte Personen zu gewinnen.cite-ref-27[27] Laut einer 2015 veröffentlichten OECD-Studie ist Deutschland das Industrieland mit der höchsten Zahl von Personen, die zum Studium ins Ausland ziehen; das meistbesuchte Zielland deutscher Studenten ist Österreich.

transmigration Transmigration bezeichnet das Pendeln von Migranten zwischen Wohnorten in unterschiedlichen Kulturen. Transmigranten zeichnen sich u. a. durch hohe Formalqualifikation und rĂ€umliche MobilitĂ€t bei Beibehaltung der sozialen Bindung an die Herkunftsgesellschaft aus. Verbunden mit dem Begriff sind Fragen der IdentitĂ€tsbildung (Stichworte: „Third-culture kids“, BikulturalitĂ€t). Aus Untersuchungen geht hervor, dass die Qualifikation von Migranten ihre IdentitĂ€t beeinflusst und dass es insbesondere Hochqualifizierte sind, die ihre IdentitĂ€t nicht (mehr) nationalstaatlich definieren.cite-ref-28[28] FĂŒr Industriestaaten, international aufgestellte Unternehmen oder Forschungseinrichtungen ist das Wanderungsverhalten von gut ausgebildeten FachkrĂ€ften von Interesse. Sie gelten als diejenigen, die aufgrund ihrer Qualifikation und Erfahrung, aber auch wegen ihrer weltweiten Vernetzung InnovationsvorsprĂŒnge schaffen und transportieren.

Der Soziologe Christoph Butterwegge spricht von einer Polarisierung der Migration in „Elends- und Fluchtmigration“ einerseits und einer „Eliten- und Expertenmigration“ andererseits,cite-ref-29[29] „bei der sich Höchstqualifizierte, wissenschaftlich-technische, ökonomische und politische FĂŒhrungskrĂ€fte sowie kĂŒnstlerische- und Sportprominenz heute hier, morgen dort niederlassen, sei es, weil ihre Einsatzorte rotieren, der berufliche Aufstieg durch eine globale PrĂ€senz erleichtert wird oder Steuervorteile zum modernen Nomadentum einladen.“cite-ref-butterwegge-2006-30-0[30] Die Elendsmigration unterliege sehr viel restriktiveren und repressiveren Formen der Regulierung als die Eliten- und Expertenmigration.cite-ref-butterwegge-2006-30-1[30]

Zunehmende Bedeutung hat zudem die „Altersmigration“ oder „Ruhesitzmigration“.cite-ref-31[31] Dagegen ist die „Heiratsmigration“ in Deutschland der wichtigste Grund fĂŒr die Einwanderung von Drittstaatsangehörigen.cite-ref-32[32]

Das deutsche AuslĂ€nderrecht definiert Migranten als „Oberbegriff fĂŒr Menschen nicht deutscher Herkunft“ und schließt neben AuslĂ€ndern auch „eingebĂŒrgerte deutsche Staatsangehörige und Aussiedler“ ein.

Forschungsaspekte und Theoriebildung

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Hauptartikel

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Migrationsforschung

und

Migrationssoziologie

Die aufgrund der VielfĂ€ltigkeit ihres Gegenstandes in unterschiedlichen Disziplinen stattfindende Migrationsforschung wird zunehmend auch in interdisziplinĂ€rer Zusammenarbeit von Wissenschaftlern betrieben. Migrationsprozesse und -rĂŒckwirkungen sind komplex, „sowohl hinsichtlich der verschiedenen HĂŒrden und Etappen auf Wanderungen selbst als auch in Folge der vielfĂ€ltigen VerĂ€nderungen in den Herkunfts-, Transit- und Zielgesellschaften, die durch die Wanderungen entstehen. Sie sind daher Forschungsgegenstand vieler Disziplinen und werden vor dem Hintergrund der jeweiligen Theoriebildung diskutiert, weshalb meist nur spezifische Segmente von MigrationsphĂ€nomenen behandelt werden. Da dies jeweils von einer ganz bestimmten Perpektive aus geschieht, die von anderen Disziplinen nicht eingenommen wird, ist es sinnvoll, Migrationsforschung interdisziplinĂ€r anzulegen“.cite-ref-33[33]

Motivationsfaktor Wirtschafts- und WohlstandsgefÀlle

Die wirtschaftlich unterschiedlichen Niveaus von Herkunfts- und Ankunftsregion wirken als sogenannte Push- und Pull-Faktoren auf individueller und auf struktureller Ebene einer Volkswirtschaft. Dabei stehen den abstoßenden (Push-)Faktoren in den HerkunftslĂ€ndern anziehende (Pull-)Faktoren in den EinwanderungslĂ€ndern gegenĂŒber. Typische mögliche Auslöser fĂŒr Migrationsströme sind Konstellationen, in denen wirtschaftsgeografisch ein Nord/SĂŒd-, Ost/West- oder Stadt/Land-GefĂ€lle sichtbar gemacht werden kann.cite-ref-34[34] Als weitere fĂŒr Migrationsentscheidungen wichtige Faktoren gelten außer Einkommensentscheidungen auch Alter, Beruf und familiĂ€re Einbindung der potentiellen Migranten sowie Arbeitslosenquote und Zuwanderungspolitik des Ziellandes.cite-ref-35[35] Insbesondere bei der Anwerbung von FachkrĂ€ften ist neben der Sprache und der Arbeitsmarktsituation im Zielland auch die Perspektive auf dauerhaften Aufenthalt und EinbĂŒrgerung, auf Familiennachzug und auf berufliche SelbstĂ€ndigkeit von Bedeutung.cite-ref-36[36]

Bei Fluchtmigration vor dem Hintergrund von Kriegshandlungen (Kriegsflucht) oder Naturkatastrophen (Umweltmigration bzw. -flucht) zeigen sich vorherrschend die Push-Faktoren; andererseits finden sich auch „vorausplanende“ Fluchtmigranten, sodass fĂŒr FlĂŒchtlinge wie fĂŒr Arbeitsmigranten insgesamt ein Gemenge von Schub- und Sogfaktoren zugrunde zu legen ist. „Der Verlauf von Fluchtbewegungen hĂ€ngt einerseits von den nationalen politischen Systemen und dem internationalen FlĂŒchtlingssystem und andererseits von den Ressourcen, Handlungschancen und den Netzwerken ab, auf die FlĂŒchtlinge zurĂŒckgreifen können.“cite-ref-37[37]

FachkrÀftemangel

Durch die Anwerbepolitik der Bundesrepublik Deutschland kamen von 1955 bis 1973 etwa 14 Millionen Gastarbeiter in die Bundesrepublik. Wirtschaftspolitisch vielfach gewĂŒnscht und nachgefragt ist die Zuwanderung von hochausgebildeten und gut situierten FachkrĂ€ften (high skilled migration). Wenn in Deutschland aus demografischen GrĂŒnden zunehmend ein Mangel an gut ausgebildeten FachkrĂ€ften zu erwarten ist, dĂŒrfte sich (trotz Wirtschaftskrise) die innerdeutsche und Ost-West-Konkurrenz der Metropolen und Regionen um diese FachkrĂ€fte verstĂ€rken (Stand: 2010).cite-ref-38[38]

Angesichts alternder Gesellschaften und des FachkrĂ€ftemangels stehen viele LĂ€nder im weltweiten Wettbewerb um die Zuwanderung von Talenten. Trotzdem bestehen noch viele HĂŒrden, die die ArbeitsmobilitĂ€t auch von Hochqualifizierten einschrĂ€nken.cite-ref-39[39]

Gesellschaftspolitische Probleme und LösungsansÀtze

Gelingende Integration von Zuwanderern ist ein an vielfĂ€ltige Bedingungen gebundener Prozess, wie Jochen Oltmer schon fĂŒr die Ausgangslage der Wandernden zeigt: „Migranten agieren als Individuen und in Netzwerken oder Kollektiven mit unterschiedlichen Autonomiegraden vor dem Hintergrund verschiedener Erfahrungshorizonte im GefĂŒge von gesellschaftlichen Erwartungen und PrĂ€ferenzen, Selbst- und Fremdbildern, Normen, Regeln und Gesetzen. Sie verfolgen dabei ihre eigenen Interessen und Ziele, verfĂŒgen ĂŒber eine jeweils unterschiedliche Ausstattung mit ökonomischem, kulturellem, sozialem, juridischem und symbolischem Kapital mit der Folge je verschieden ausgeformter HandlungsspielrĂ€ume.“cite-ref-40[40]

Die angestrebte Art der Einbeziehung von Zuwanderern unterscheidet sich deutlich in den einzelnen Aufnahmegesellschaften, nicht nur begrifflich. Dazu heißt es bei Ingrid Oswald: „Unter Assimilation wird der Prozess verstanden, in dem sich kulturelle, ethnische oder religiöse Minderheiten an die Mehrheitsgesellschaft anpassen und deren Werte und Lebensweisen ĂŒbernehmen.“ Damit sei letztlich die allmĂ€hliche Aufgabe der Herkunftskultur bzw. das Verblassen ihrer Elemente unter dem Eindruck der neuen Kultur gemeint. „Begriffe wie »Akkulturation« oder »Integration« bezeichnen dagegen Eingliederungsprozesse, bei denen die AnnĂ€herung an die Zielkultur weit oberflĂ€chlicher sein kann bzw. auf eine gegenseitige AnnĂ€herung von Minderheits- und Mehrheitskultur verweisen.“

Problemlose Integration findet, wo sie vorkommt, nur selten die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Wissenschaft, die beide eher auf Probleme reagieren, wie es bei Franck DĂŒvell heißt. Diese entstehen aus seiner Sicht vornehmlich, wenn die aufnehmende Gesellschaft sich zu ablehnend verhĂ€lt, wenn Migranten die Integration ihrerseits ablehnen oder wenn die Politik passiv verharrt oder abweisende Signale setzt.cite-ref-41[41] FĂŒr Treibel wĂ€re schon viel gewonnen, wenn sich der Ton Ă€nderte, in dem ĂŒber und mit Migranten gesprochen wird. „An die Stelle von herablassender Duldung, Bevormundung, Ausgrenzung oder Unterstellung einer mangelnden Integrationsbereitschaft sollte die Unterstellung treten, daß die Mehrheit der Zugewanderten gute GrĂŒnde fĂŒr die Migration hat und ihr AktivitĂ€tspotential mit der Einreise keineswegs erschöpft ist. Hieran können und sollten Angebote der gesellschaftlichen Teilhabe anschließen.“cite-ref-42[42]

IntegrationshĂŒrden

Maßgebliche EinflussgrĂ¶ĂŸen fĂŒr IntegrationsverlĂ€ufe von Migranten sind neben dem Zugang zu Arbeitsmarkt und BeschĂ€ftigung das Hineinfinden in Sprache und Kultur der Aufnahmegesellschaft durch adĂ€quate Bildungsangebote und zunehmend gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Doch hat der Migrantenstatus, sofern er ĂŒberhaupt die Aufnahme von Erwerbsarbeit zulĂ€sst, in der Regel eine BeschĂ€ftigung in den unteren RĂ€ngen der gesellschaftlichen Hierarchie zur Folge, oft verbunden mit der Entwertung der am Herkunftsort erworbenen Qualifikationen.cite-ref-43[43]

Kulturelle oder ethnische Andersartigkeit der Zuwanderer dient den Einheimischen als ZurĂŒckweisungsgrund aus Angst vor eigenem Status- bzw. Ansehensverlust. Nicht Qualifikation oder Leistung, sondern die ethnische Herkunft liegt dieser „Unterschichtung“ zugrunde. Als treibende Kraft von Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sieht Treibel unterprivilegierte Einheimische ohne MobilitĂ€tschancen oder solche mit Furcht vor Deklassierung. „Der Wunsch der Einheimischen, die Zugewanderten möglichst tief zu platzieren, korrespondiert mit dem Bestreben der Unternehmen und Branchen, sich mit den Zuwanderinnen und Zuwanderern flexible und ausgrenzbare ReservearbeitskrĂ€fte zu sichern. Dies betrifft insbesondere weniger angesehene Branchen wie die Gastronomie oder die Landwirtschaft oder krisenanfĂ€llige Branchen wie den Bergbau oder die Bauwirtschaft.“cite-ref-44[44] Fehlwahrnehmung, Stereotypisierung und Fremdenfeindlichkeit existieren aber auch ohne Konkurrenzmotive auf dem Arbeitsmarkt. Abgrenzungsverhalten tritt nicht nur zwischen Zuwanderern und Langzeiteinwohnern, sondern auch unter Zuwanderern unterschiedlicher Herkunft auf, „die um Gesellschaftsinterpretationen streiten und um die geringer werdenden Ressourcen konkurrieren“.cite-ref-45[45]

Speziell in Deutschland ist zu beobachten, dass die Kinder von Zugewanderten die Möglichkeiten schulischer und beruflicher Bildung oft nicht ausschöpfen können. „In vielen Zuwandererfamilien kumulieren die Benachteiligungen: Arbeitslosigkeit, formal nicht anerkannte höhere Schul- oder Berufsbildung, beengte WohnverhĂ€ltnisse in stigmatisierten stĂ€dtischen Bezirken, Traumatisierungen infolge Vertreibung, Flucht oder des Migrationsverlaufs, geringe Deutschkenntnisse und Kontakte zu Einheimischen etc.“cite-ref-46[46] Benachteiligung und Diskriminierung in den Aufnahmegesellschaften können Einwanderer auf die mitgebrachten ethnischen und kulturellen Bindungen zurĂŒckverweisen, eine Re-Ethnisierung bewirken, die der Integration entgegenwirkt und der Ausbildung von Parallelgesellschaften Vorschub leistet.

Integrationsförderliches

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Hauptartikel

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Integration von Zugewanderten

Positive Weichenstellungen fĂŒr das Hineinfinden in eine andere als die gewohnte Kultur und Gesellschaft beginnen damit, dass die Mehrzahl der Migranten die eigene Lebenssituation am neuen Ort zunĂ€chst als besser empfindet als die vorherige.cite-ref-47[47] UnterstĂŒtzung erhalten Migrationswillige auf der Wanderung und in den Aufnahmegesellschaften durch Kommunikationsnetzwerke von Eingewanderten, die ihre Erfahrungen weitergeben und Optionen fĂŒr Unterkunft und Arbeitsbeschaffung vermitteln.cite-ref-48[48] „Knotenpunkte bilden ethnische Gemeinden und Migrantenunternehmen, weil in ihnen der Warenabsatz, aber auch die Rekrutierung billiger ArbeitskrĂ€fte organisiert werden kann.“cite-ref-49[49]

Fortschreitende Integration braucht aber auch Zeit. Denn mit steigender Aufenthaltsdauer, so Treibel, bezögen die Zugewanderten ihre Werte, Normen und AnsprĂŒche immer mehr aus dem Konzept der Aufnahmegesellschaft. Zu vollstĂ€ndiger Assimilation komme es aber auch nach mehreren Generationen nicht. Die Identifikation mit der ethnischen Herkunft dauere auch bei den im Einwanderungsland Geborenen fort. „Diese EthnizitĂ€t richtet sich allerdings nicht mehr auf die Herkunftsgesellschaft oder die ethnic community.“ Vielmehr gingen die Normen von Herkunfts- und Aufnahmegesellschaft eine neue Verbindung ein.cite-ref-50[50]

Wo Aufnahmegesellschaften es fĂŒr politisch wĂŒnschenswert erachten, dass die Einwandernden sich auf demokratische Weise mit dem fĂŒr sie neuen Gemeinwesen identifizieren und sich loyal dazu verhalten, kann dies laut Oswald nur erreicht werden, wenn ihnen von den Einheimischen die staatsbĂŒrgerliche, soziale und kulturelle Gleichberechtigung eingerĂ€umt wird. Im Rahmen eines Wohlfahrtsstaates beziehe sich das auf soziale Gleichberechtigung und das Anrecht auf subsidiĂ€re UnterstĂŒtzung bei BedĂŒrftigkeit.cite-ref-51[51]

Internationale Migrationspolitik

Mit dem Prozess der Globalisierung, heißt es bei DĂŒvell, haben die Möglichkeiten fĂŒr die geographische MobilitĂ€t von Menschen zugenommen. Sie seien immer weniger sesshaft, und es bestehe die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der einmal in Bewegung gekommen ist, noch einmal migriere. Charakteristisch fĂŒr Migrationsbewegungen unter den Bedingungen der Globalisierung seien Wanderungen von Experten, von Studierenden und von Haushaltsgehilfen. „Diese drei Wanderungstypen haben in allen OECD-Staaten, den meisten Ölförderstaaten und regionalen Akkumulationszentren enorm zugenommen.“cite-ref-52[52] Dominiert werde das internationale Migrationsgeschehen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs von Asiaten und Afrikanern sowie von Mittel- und SĂŒdamerikanern. Doch lasse sich ein Trend beobachten, wonach es FlĂŒchtlingen zunehmend schwer gemacht wird, in westlichen Industrienationen Fuß zu fassen. Das zeigten Maßnahmen wie die Visapflicht, die Sichere-Drittstaaten-Regelung, die BekĂ€mpfung illegaler Migration sowie die In-die-Pflichtnahme von Transportunternehmen, Migranten ohne Papiere auf eigene Kosten zurĂŒckzutransportieren.cite-ref-53[53]

WidersprĂŒchliche Entwicklungen

Wegen der sehr beschrĂ€nkten Handlungsmacht der Betroffenen kommt es auf der Flucht oft zu einer paradoxen Immobilisierung: Grenzen oder unĂŒberwindliche natĂŒrliche Hindernisse stoppen die Migranten; (finanzieller) Ressourcenmangel, fehlende Papiere oder mangelnde Netzwerke lĂ€hmen das Fortkommen. Damit verbunden sind „Camp-Urbanisierung“ und die Entwicklung von „Camp-Cities“, laut Oltmer zum Teil mit Großstadtcharakter.cite-ref-54[54]

Restriktive Regelungen können Wanderungen aber nicht vollstĂ€ndig verhindern. Wirtschaftlich prosperierende Wohlstandsregionen ziehen Zuwanderer an und profitieren davon auch teilweise. Ökonomische Bedeutung hat das fĂŒr die HerkunftslĂ€nder im globalen SĂŒden. „2016 lagen die GeldĂŒberweisungen, die Migranten an ihre Verwandten allein in den ‚EntwicklungslĂ€ndern‘ schickten, nach SchĂ€tzungen der Weltbank bei mindestens 440 Milliarden US-Dollar. Die BetrĂ€ge ĂŒbertrafen damit den Umfang der staatlichen Zahlungen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit um fast das Dreifache.“cite-ref-55[55] Wie der niederlĂ€ndische Migrationsforscher Hein de Haas anhand zahlreicher Beispiele aufzeigt, haben restriktive Regelungen den gegenteiligen Effekt und erhöhen die Migration und die Migrantenzahlen noch. Es komme zum einen zu einer „Torschluss-Migration“, so dass möglichst viele noch vor dem Inkrafttreten der Begrenzungen das Zielland zu erreichen versuchen. Zudem hindern VerschĂ€rfungen nicht nur an der Einreise, sondern auch an der Ausreise, denn Migranten, die mit dem Gedanken an eine – endgĂŒltige oder zeitweilige – RĂŒckkehr in ihr Herkunftsland gespielt haben, blieben nun in ihrem Zielland, wenn sie fĂŒrchten mĂŒssten, nicht wieder einreisen zu können, und wĂŒrden dann gegebenenfalls auch ihre Familien nachholen, denen der Nachzug aus GrĂŒnden des Schutzes der Familie nicht verwehrt werden könne. Entsprechend komme durch Restriktionen die zirkulĂ€re Migration, also die von der Nachfrage nach ArbeitskrĂ€ften abhĂ€ngige Ein- und Wiederausreise, zum Erliegen, was die Migrantenzahl ebenfalls erhöhe.cite-ref-56[56]

Tradierte Einstellungsunterschiede

Hinsichtlich der Aufnahmegesellschaften unterscheidet man formelle und informelle EinwanderungslĂ€nder. FĂŒr die formellen EinwanderungslĂ€nder ist Einwanderung ein Teil ihres SelbstverstĂ€ndnisses, was sich in der Gesetzgebung und den Institutionen niederschlĂ€gt. Informelle EinwanderungslĂ€nder verstehen sich als AufnahmelĂ€nder fĂŒr beschrĂ€nkte Einwanderungsgruppen. Klassisches Beispiel fĂŒr ein formelles Einwanderungsland in Europa ist Frankreich wegen der Zuwanderung aus seinen ehemaligen Kolonien. Weltweit genießen die USA, Kanada und Australien diesen Ruf. Europa zĂ€hlt inzwischen als Einwanderungskontinent. Ein Beispiel fĂŒr ein informelles Einwanderungsland ist die Bundesrepublik Deutschland, die traditionell offen fĂŒr deutschstĂ€mmige Aussiedler und politisch Verfolgte ist, oder auch Israel, das allen Juden zur Einwanderung offensteht (Alija). Die Grenzen zwischen formell und informell sind dabei keineswegs feststehend. Schweden entwickelte sich z. B. vom formellen zum informellen Einwanderungsland. Die Niederlande sind ein informelles Einwanderungsland, aber mit multikultureller PrĂ€gung, und auf die Schweiz trifft keines der Kriterien zu.

HarmonisierungsansÀtze und -probleme

WĂ€hrend klassische EinwanderungslĂ€nder wie die USA, Kanada und Australien ĂŒber lange Zeit eine liberale Einwanderungspolitik befolgten, die sich jeweils auf das SelbstverstĂ€ndnis als Nation von Einwanderern bezog – welche vor materieller Not, Bedrohung und Verfolgung geflohen waren und die ihnen Schutz bietende Gesellschaft aufgebaut hatten –, entwickelte sich in Europa im Zuge des Einigungsprozesses eine gemeinsame Praxis verschĂ€rfter politischer und legislativer Regulierung. Dazu gehören das Dublin-Verfahren, eine restriktivere Handhabung des Asylrechts sowie Maßnahmen zu wirksamerer Kontrolle und Abriegelung der EU-Außengrenzen mittels Eurosur und Frontex. Da es in einigen Wirtschaftssektoren an ArbeitskrĂ€ften fehlt, werden in vielen europĂ€ischen LĂ€ndern aber auch Modelle der klassischen EinwanderungslĂ€nder diskutiert, so z. B. Punktesysteme fĂŒr die Anwerbung qualifizierter Zuwanderer.cite-ref-57[57]

Nirgendwo in der Welt, konstatiert Oswald, werde unkontrollierte Zuwanderung gestattet oder wĂŒrden Grenzen aus rein humanitĂ€ren GrĂŒnden geöffnet. „Selbst die liberalste Einwanderungspolitik ist auch Bevölkerungs- und Wirtschaftspolitik.“cite-ref-58[58] DĂŒvell spricht vom „Migrationsdilemma der Globalisierung“: „Einerseits erfordern unternehmerische Überlegungen die so weit als möglich uneingeschrĂ€nkte MobilitĂ€t von ArbeitskrĂ€ften, andererseits ist diese politisch unerwĂŒnscht.“ Bislang hĂ€tten es weder die Politik, noch die Politikwissenschaften oder die politische Philosophie vermocht, globalisierte MĂ€rkte, das Konzept des Nationalstaates, liberale Prinzipien und die Bewegungsfreiheit von Menschen miteinander zu versöhnen.cite-ref-59[59]

FĂŒr Treibel lassen die verstĂ€rkten Wanderungen seit Ende des 20. Jahrhunderts erwarten, dass entwickeltere Regionen und Gesellschaften auf lange Sicht mit dem Problem des Umgangs mit Zugewanderten konfrontiert sein werden. „Italien ist ein Beispiel dafĂŒr, wie der relativ unvermittelte Wandel eines Landes vom Auswanderungsland (mit vielen bisher als unterentwickelt geltenden Regionen) zum Einwanderungsland seit Mitte der 1980er Jahre innergesellschaftliche Spannungen verschĂ€rft.“cite-ref-60[60] Dabei entstĂŒnden Migrationsbewegungen keineswegs zufĂ€llig, sondern als Folge politischer Entscheidungen und ökonomischer Entwicklungen. Eine Zunahme illegaler Zuwanderung könne im Grunde niemanden ĂŒberraschen, wenn etwa in Deutschland die Möglichkeiten fĂŒr eine legale Zuwanderung immer weniger existierten. Es liege nahe, dass verstĂ€rkte Restriktionen der Regierung eines Landes die Zuwanderungsströme in andere LĂ€nder lenkten.cite-ref-61[61]

Der Globale Pakt fĂŒr eine sichere, geordnete und regulĂ€re Migration gilt als Beitrag zur ErfĂŒllung der Ziele fĂŒr nachhaltige Entwicklung fĂŒr 2030, Punkt 10.7.cite-ref-62[62] Dieser ist als untergeordneter Aspekt des Ziels Nr. 10 („Verringerung der Ungleichheit zwischen den Staaten“) formuliert und sieht vor, eine ordentliche, sichere, geregelte und verantwortliche Migration und MobilitĂ€t zu ermöglichen.cite-ref-63[63]

Zahlen

Siehe auch

:

Liste der LĂ€nder nach Nettomigrationsrate

und

Einwandereranteile nach LĂ€ndern

| Jahr | Weltbevölkerung | Migranten weltweit | Anteil Migranten an der Weltbevölkerung |
|---|---|---|---|
| 1990 | 5,3 Milliarden [ 64 ] | 151–156 Millionen | 2,9 % [ 65 ] |
| 2000 [ 66 ] | 6,1 Milliarden | 173 Millionen | 2,8 % [ 65 ] |
| 2015 [ 65 ] [ 66 ] | 7,3 Milliarden | 244 Millionen | 3,3 % |
| 2017 | 7,5 Milliarden [ 67 ] | 258 Millionen [ 68 ] | 3,4 % |

Im Jahr 2017 lebten 257,7 Millionen Menschen in Staaten, in denen sie nicht geboren wurden. Der Staat mit der höchsten Zahl von Migranten waren 2017 die Vereinigten Staaten mit 49,8 Millionen Migranten, gefolgt von Saudi-Arabien und Deutschland mit jeweils 12,2 Millionen Migranten und Russland mit 11,7 Millionen Migranten. Der Staat mit der grĂ¶ĂŸten Zahl Auswanderer im Jahr 2017 war Indien (16,6 Millionen), gefolgt von Mexiko (13 Millionen), Russland (10,6 Millionen), China (10,0 Millionen) und Bangladesch (7,5 Millionen).cite-ref-69[69]

Die Tabelle zeigt fĂŒr die Jahre 2000 und 2015 den Anteil der Migranten (hier definiert als alle Menschen, die in einem Land leben, in dem sie nicht geboren wurdencite-ref-70[70]) an der Weltbevölkerung. (Zu einzelnen Staaten siehe: Einwandereranteile nach LĂ€ndern.)

Seit 1960 lag der Anteil der Migranten an der Weltbevölkerung nach Berechnungen von Mathias Czaika und Hein de Haas auf einem vergleichbaren Niveau: 3,06 % (1960), 2,86 % (1970), 2,70 % (1980), 2,67 % (1990), 2,73 % (2000).cite-ref-71[71]

Das Pew Research Center untersuchte im Jahr 2020 die religiöse Zugehörigkeit der Menschen, die zum damaligen Zeitpunkt Migrantenstatus hatten. Demnach waren Christen mit 47 % und Muslime mit 29 % weltweit am stÀrksten vertreten.cite-ref-72[72] In Europa lagen die Anteile bei 56 % und 18 %.cite-ref-73[73]

MuseumsprÀsentation

→

Hauptartikel

:

Migrationsmuseum

Die Museen widmen sich seit der Jahrtausendwende zunehmend der Migrationsgeschichte. 1990 öffnete das Ellis Island Immigration Museum in New York, 1999 das Canadian Museum of Immigration at Pier 21, 2005 das Auswandererhaus Bremerhaven, 2007 die Ballinstadt Hamburg und 2016 das Museum Friedland. Bedeutende Themenausstellungen wie Good Bye Bayern – GrĂŒĂŸ Gott America (Haus der Geschichte MĂŒnchen 2005/2006), Zuwanderungsland Deutschland, Migrationen 1500-2005 (Deutsches Historisches Museum 2005/2006) und Flucht, Vertreibung, Integration (Haus der Geschichte 2005–2007) widmeten sich in Deutschland einzelnen Migrationsthemen. In der Schweiz fand 1999 im Museum fĂŒr Gestaltung ZĂŒrich eine der ersten Ausstellungen in Europa mit Selbstzeugnissen von Migrantinnen und Migranten statt.cite-ref-74[74]

Siehe auch
Literatur

‱ Klaus JĂŒrgen Bade et al. (Hrsg.): EnzyklopĂ€die Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Paderborn ; MĂŒnchen ; Wien ; ZĂŒrich : Schöningh ; MĂŒnchen : Fink, 2007
‱ Klaus J. Bade, Jochen Oltmer (Hrsg.): Normalfall Migration. (ZeitBilder 15), Bonn 2004.
‱ Klaus J. Bade: Europa in Bewegung. Migration vom spĂ€ten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. MĂŒnchen 2000.
‱ Megan J. Daniels: Homo migrans: modeling mobility and migration in human history. SUNY Press, Albany 2022. – Rezension von Dominik Delp, Bryn Mawr Classical Review 2023.11.30
‱ Franck DĂŒvell: EuropĂ€ische und internationale Migration: EinfĂŒhrung in historische, soziologische und politische Analysen. Hamburg u. a. 2006.
‱ Manfred P. Emmes, Deutsche Massenauswanderung in den vergangenen drei Jahrhunderten und RĂŒckwirkungen auf die Außenbeziehungen Deutschlands, Romeon-Verlag 2021, ISBN 978-3-96229-215-7.
‱ Kijan Espahangizi: Migration. In: Ernst MĂŒller, Barbara Picht, Falko Schmieder (Hrsg.): Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland, Schwabe Verlag Berlin, Basel.
‱ MĂĄrta Fata: MobilitĂ€t und Migration in der FrĂŒhen Neuzeit (= EinfĂŒhrungen in die Geschichtswissenschaft / FrĂŒhe Neuzeit, Bd. 1). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2020, ISBN 978-3-8252-5414-8.
‱ Thomas Geisen, Tobias Studer, Erol Yildiz (Hrsg.): Migration, Familie und Gesellschaft: BeitrĂ€ge zu Theorie, Kultur und Politik. Springer VS, Wiesbaden, 2014, ISBN 978-3-531-18010-6.
‱ Hein de Haas: Migration – 22 populĂ€re Mythen und was wirklich hinter ihnen steckt. S. Fischer, 2023.
‱ Daniel Kubat, Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny: Migration: Towards a new paradigm. In: International Social Science Journal 33 (1981) S. 307–329.
‱ Karl-Heinz Meier-Braun: Einwanderung und Asyl. C. H. Beck 2015.
‱ Karl-Heinz Meier-Braun, Reinhold Weber: Deutschland Einwanderungsland. Kohlhammer Verlag 2017.
‱ Julian Nida-RĂŒmelin: Über Grenzen denken. Eine Ethik der Migration. Edition Körber-Stiftung 2017.
‱ Heinz Nigg (Hrsg.): Da und fort. Leben in zwei Welten. Migration und Binnenwanderung in der Schweiz 1945–2000. ZĂŒrich: Limmat Verlag, 1999.
‱ Jochen Oltmer: Globale Migration. C. H. Beck 2016.
‱ Jochen Oltmer: Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart. Darmstadt 2017.
‱ Ingrid Oswald: Migrationssoziologie. Konstanz 2007.
‱ Konrad Ott: Zuwanderung und Moral. Reclam-Verlag 2016.
‱ Annette Treibel: Migration in modernen Gesellschaften. 5. Auflage. Weinheim und MĂŒnchen 2011.
‱ Atlas der Migration. Daten und Fakten ĂŒber Menschen in Bewegung. Rosa-Luxemburg-Stiftung 2019. Online verfĂŒgbar
‱ Horizonte. Geschichten und Zukunft der Migration. Ausstellungspublikation, Germanisches Nationalmuseum 2023. Als Open Access online verfĂŒgbar

Dokumentarfilm

‱ ZDF / Terra X (2018, Doku von Dirk Steffens):

‱ Die Reise der Menschheit (1/3) - Der Aufbruch
‱ Die Reise der Menschheit (2/3) - Fremde Welten
‱ Die Reise der Menschheit (3/3) - Welt in Bewegung

Weblinks

Commons

: Migration (Mensch)

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Literatur von und ĂŒber Migration im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Kijan Espahangizi: Migration. In: Ernst MĂŒller, Barbara Picht, Falko Schmieder (Hrsg.): Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland. Schwabe Verlag, Berlin/Basel.
‱ Europeana Migration – virtuelle Sammlung von Medien zum Thema auf Europeana
‱ Migration – BeitrĂ€ge der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung (bpb)
‱ Grafik: Migration in Deutschland, 1984–2016, aus: Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland, bpb
‱ Grafik: Migration in Europa, Ende 2017, aus: Zahlen und Fakten: Europa, bpb
‱ Grafik: Migration weltweit, Ende 2017, aus: Zahlen und Fakten: Globalisierung, bpb
‱ Virtuelles Migrationsmuseum (deutsch/englisch)
‱ Ausstellung im Museum fĂŒr Gestaltung ZĂŒrich, 1999: Selbstzeugnisse von Migrantinnen und Migranten

Anmerkungen

cite-note-11. ↑ so die Begriffsbestimmung des Bundesinnenministeriums https://www.bmi.bund.de/DE/service/lexikon/functions/bmi-lexikon.html?cms_lv2=9391116
cite-note-22. ↑ Jochen Oltmer: Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart. 2. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2020, S. 30 f.
cite-note-33. ↑ https://www.bmi.bund.de/DE/service/lexikon/functions/bmi-lexikon.html?cms_lv2=9391116
cite-note-44. ↑ https://www.br.de/extra/respekt/migration-zuwanderung-flucht-102.html. Carling, J. (2015) Refugees are Also Migrants. And All Migrants Matter. VerfĂŒgbar unter: http://bordercriminologies.law.ox.ac.uk/refugees-are-also-migrants/ (abgerufen am 4. MĂ€rz 2025).
cite-note-55. ↑ Favell, Adrian: The Integration Nation. Immigration and Colonial Power in Liberal Democracies. Polity, London 2022, ISBN 978-1-5095-4940-5.
cite-note-66. ↑ Archiv fĂŒr Sozialgeschichte 58, 2018 305 Maren Möhring, Jenseits des Integrationsparadigmas? Aktuelle Konzepte und AnsĂ€tze in der Migrationsforschung
cite-note-77. ↑ Pohl, H.: Herkunft als Weg: Migrationsforschung nimmt zunehmend die KomplexitĂ€t von Routen in den Blick. In: WZB-Mitteilungen. 2021, abgerufen am 2. MĂ€rz 2025.
cite-note-88. ↑ Jochen Oltmer: Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart. 2. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2020, S. 30 f.
cite-note-bpb-99. ↑ Dossier Migration. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung
cite-note-1010. ↑ Oltmer 2017, S. 9.
cite-note-1111. ↑ DĂŒvell 2006, S. 33.
cite-note-1212. ↑ DĂŒvell 2006, S. 34 f.
cite-note-1313. ↑ Dirk Hoerder: Migrationen und Zugehörigkeiten. In: Emily S. Rosenberg (Hrsg.): C.H. Beck/Harvard UP: Geschichte der Welt, Bd. 5: 1870–1945. WeltmĂ€rkte und Weltkriege. C.H. Beck, MĂŒnchen 2012, ISBN 978-3-406-64105-3, S. 432–588, hier S. 437 und 530.
cite-note-1414. ↑ Treibel 2011, S. 235.
cite-note-1515. ↑ Treibel 2011, S. 231.
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cite-note-2222. ↑ DĂŒvell 2006, S. 124.
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cite-note-2525. ↑ Jens Warburg (2009), S. 150. Dabei bleibt unberĂŒcksichtigt, dass es in manchen HerkunftslĂ€ndern kein Recht auf Kriegsdienstverweigerung gibt.
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cite-note-3535. ↑ Oswald 2007, S. 71.
cite-note-3636. ↑ Miguel Sanches: So will die Regierung gegen den FachkrĂ€ftemangel vorgehen. In: WestfĂ€lische Rundschau. 27. Juli 2018, abgerufen am 25. November 2018.
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cite-note-3838. ↑ Tanja Buch, Silke Hamann, Annekatrin Niebuhr: Qualifikationsspezifische Wanderungsbilanzen deutscher Metropolen: Hamburg im StĂ€dtevergleich. (PDF; 503 kB) IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz IAB Nord. 02/2010. NĂŒrnberg 2010, 47 Seiten.
cite-note-3939. ↑ Lucie Cerna: Immigration Policies and the Global Competition for Talent. Palgrave 2016, ISBN 978-1-137-57155-7, S. 3.
cite-note-4040. ↑ Oltmer 2017, S. 39.
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cite-note-4343. ↑ Oswald 2007, S. 115. „Insbesondere in der UnĂŒbersichtlichkeit der großen StĂ€dte sammeln sich Arbeitsmigranten, Hilfspersonal in Betrieben aller Branchen und GrĂ¶ĂŸenordnungen, Wanderarbeiter vom Land und Hausbedienstete, die informell beschĂ€ftigt werden.“ (Ebenda, S. 169)
cite-note-4444. ↑ Treibel 2011, S. 218.
cite-note-4545. ↑ Oswald 2007, S. 129.
cite-note-4646. ↑ Oswald 2007, S. 130.
cite-note-4747. ↑ „In der Regel ‚lohnt’ sich die Wanderung, die Wanderer und Wanderinnen erreichen ihr Ziel einer Einkommens- und Statusverbesserung in Relation zum Herkunftsland.“ (Treibel 2011, S. 218)
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cite-note-4949. ↑ Oswald 2007, S. 163.
cite-note-5050. ↑ Treibel 2011, S. 232 f.
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cite-note-5454. ↑ Oltmer 2017, S. 233.
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cite-note-bpb15-652. United Nations Department of Economic and Social Affairs (UN/DESA), zitiert nach bpb. (Migration. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 1. Juli 2017, abgerufen am 27. Januar 2019. )
cite-note-spiegel-online-2018-01-14-663. Globale Migration: Die Welt bleibt zu Hause. In: Der Spiegel. Nr. 18, 2016 (online).
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cite-note-7272. ↑ Stephanie Kramer, Yunping Tong: The Religious Composition of the World’s Migrants. Pew Research Center, 19. August 2024, abgerufen am 7. Oktober 2024.
cite-note-7373. ↑ Stephanie Kramer, Yunping Tong: 1. Migrants living in each region. Pew Research Center, 19. August 2024, abgerufen am 7. Oktober 2024.
cite-note-7474. ↑ Pascal Ihle in Neue ZĂŒrcher Zeitung, 30.10.1999, vgl. auch Website zur Ausstellung www.migrant.ch